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AD Hagen
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Gemeinsam statt gegeneinander

Auf den ersten Blick sah alles nach einem gewöhnlichen Basketballspiel aus: 10 Spieler, 2 Körbe und Trainer an der Seitenlinie. Was sich am vergangenen Montag in der Bolohhalle abspielte, war aber mehr als das: Im Spiel zwischen AD-Schülern und dem Hagener Team „Unified“, bestehend aus behinderten und nicht-behinderten Spielern, stand nicht das Endergebnis im Mittelpunkt, sondern das gegenseitige Kennenlernen und der gemeinsame Spaß. 
 
Initiiert hatte das Spiel die SV des Albrecht-Dürer-Gymnasiums. Schülersprecherin Muriel Czerski hält solche Veranstaltungen für wichtig, um die AD-Schüler mit behinderten Menschen in Kontakt zu bringen und so Offenheit und Toleranz zu fördern: „In der Schule ist nicht nur die Vermittlung fachlichen Wissens wichtig. Vielmehr gilt es, die Schüler zu reifen Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen und ihnen essenzielle Werte wie Respekt zu vermitteln.“ Bei einem Basketballspiel lasse sich das spielerisch und mit Spaß umsetzen. 
 
Dieser Hintergrund des Tages hatte zur Folge, dass das Spiel der AD-Schüler gegen die Mannschaft von „Unified“ nur einen kleinen Teil des Nachmittags in Anspruch nimmt. Den Großteil der Zeit wärmten sich die Teams mit gemeinsamen Spielen auf oder traten in gemischten Mannschaften gegeneinander an. 
 
Beim Spiel der AD-Basketballer gegen „Unified“ fungierte schließlich der ehemalige AD-Schüler Yannik Kulik als Trainer der AD-Mannschaft. Sein Eindruck vom „Unified“-Team, das mit zwei sogenannten Partnern, also nichtbehinderten Sportlern und sieben Athleten, also behinderten Spielern, antrat: „Ich kann die Partner und Athleten im Spiel kaum auseinanderhalten, da ist der Übergang fließend.“ 
 
Und vielleicht hat er damit schon eine wichtige Lektion des gemeinsamen Spielens auf den Punkt gebracht: Die Unterschiede zwischen Menschen mit Behinderung und anderen sind oft geringer als erwartet. So brachte das „Unified“-Team die AD-Spieler zwischenzeitlich stark in Bedrängnis, kombinierte sicher in der Zone und kam oft erfolgreich zum Abschluss. Die Basketballer des AD hielten derweil mit sicheren Distanzwürfen jenseits der Dreierlinie dagegen. 
 
Wie es am Ende ausging, das wusste niemand so genau. Ein exaktes Endergebnis war Yannik Kulik zumindest auch nicht wichtig: „Das Ergebnis ist für mich ein tieferes Verständnis für behinderte Menschen. Das Spiel war ein wichtiges Zeichen der Inklusion und hat mir gezeigt, wie einfach sein kann, Behinderte in den ganz normalen Alltag einzubinden.“