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Franziska Heinisch - Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!

Vor nicht einmal 3 Jahren machte Franziska Heinisch am Albrecht-Dürer-Gymnasium Abitur, heute ist sie Bestseller-Autorin und reist mit ihrem Buch und ihrer Botschaft durch die Republik. Am vergangenen Donnerstag war sie nun an ihrer ehemaligen Schule in Hagen zu Gast und las vor rund 130 Schülern, Lehrern, Ehemaligen und anderen Interessierten aus dem Buch vor, das sie gemeinsam mit sechs Mitstreitern geschrieben hat.
 
Aufrütteln, Wachmachen und anderen die Augen öffnen – das will Franziska Heinisch mit ihrer Lesung erreichen. Schon der Titel ihres Buches macht klar, was sie der Politik und anderen Entscheidungsträgern vorwirft: „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen“. Sie bemängelt völlige Ignoranz und Untätigkeit der Politik, die in ihren Augen zu den aktuellen Problemen geführt haben. Diese Probleme sieht Heinisch nicht nur beim Klima. Auch die Wirtschaft, die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt stecke in einer Krise.
 
„Wir steuern rasend schnell auf eine Katastrophe zu“, ist die 20-jährige überzeugt, sofern sich nicht drastisch etwas ändere. Vorschläge zu Veränderungen gibt Heinisch in ihrem Buch zahlreiche: Reichtum müsse etwa gerechter verteilt werden, um nicht einigen wenigen enorme Macht zu überlassen. Das Ziel von Unternehmen dürfe nicht länger die Gewinnmaximierung sein, sondern das Gemeinwohl. Man müsse unmoralisch handelnde und ausbeuterische Unternehmen konkret sanktionieren: Etwa indem die Politik die Banken dazu bewege, von solchen Unternehmen höhere Kreditzinsen zu verlangen. 
 
Für den Fall einer Stagnation und eines Nicht-Handelns seitens der Politik zeichnet Heinisch ein düsteres Bild: bewaffnete Konflikte, massive Flüchtlingsströme und ein Kollaps des Ökosystems seien nur einige der Folgen. Deshalb sei dringend nötig, sich zu engagieren, die Verantwortung und Macht des Einzelnen nicht zu unterschätzen und so potentielle Krisen möglichst zu verhindern oder ihre Auswirkungen zumindest zu begrenzen. 
 
Eines wird deutlich an diesem Abend, besonders bei der an die Lesung anschließenden Diskussion: Schule muss nicht immer nur ein Ort des Vermittelns von Grundlagenwissen sein. Sie kann vielmehr Gelegenheit zu kontroverser Diskussion, zu Austausch und zu Vertiefung von Wissen bieten und Schüler so bestmöglich auf eine Welt vorbereiten, die sich mit vielen Problemen konfrontiert sieht. Und vielleicht tun es einige Schüler dann Franziska Heinisch gleich und sagen eines Tages: „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen“.