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Stolpersteine im Adventsgottesdienst

Adventsgottesdienst, die Zweite! Auch in diesem Jahr fand in der Adventszeit ein Schulgottesdienst am AD statt. Nach den positiven Rückmeldungen aus dem letzten Jahr, hat sich das Planungsteam auch in diesem Jahr wieder Gedanken dazu gemacht, wie wir als Schulgemeinde die Wartezeit auf Weihnachten feiern können.
Am Mittwoch, den 18.12.2019 war es um 8 Uhr soweit. Ein langer Zug aus Schülern und Schülerinnen der Stufen 5 bis Q2 setzte sich in Richtung der St. Elisabeth-Kirche von der Schule aus in Bewegung. Die Kirchenbänke füllten sich schnell, Liedblätter wurden verteilt, die letzten Anweisungen erteilt („Wann sind wir denn drann? Sagen Sie uns Bescheid?“) – und dann ging es um ca. 8:20h endlich los. Diesmal stand der Adventsgottesdienst unter dem Thema „Wir ebnen Jesus den Weg“. Weg ebnen? Wie sollen wir denn das, was Johannes, der Täufer da im Lukas-Evangelium erzählt heute verstehen? Wir sollen Jesus den Weg ebnen? Geht das mit Plätzchen backen, Geschenke kaufen, Tannenbaum schmücken? Dies alles sind Dinge, die Schüler und Schülerinnen im Advent so machen. Das hört sich doch alles sehr gut an. Aber… ja, aber. Wenn da nicht die kleinen Situationen im Alltag wären.. Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 zeigten uns in kleinen Spielszenen, dass auch im Advent nicht alles so toll ist. Da streiten sich Zwei um einen Stift:“Gib ihn her! Das ist meiner!“. Da ist die Mutter enttäuscht von ihrem Sohn, der ihr nicht bei der Hausarbeit helfen will:“Ich bin enttäuscht von dir.“.Da ist der Bruder, der seine Schwester nicht mit dem neuen Computerspiel spielen lässt:“Tja, Pech gehabt!“. Und da ist das Kind, das die Uhr des Vaters einsteckt und lügt, als der Vater die Uhr sucht:“Ich weiß auch nicht, wo sie ist.“ Und mit jeder Szene, die wir sahen, wurde ein weiterer Stolperstein auf den Weg zur Krippe hin aufgestellt. Grau, schwer, klobig standen sie da. Mitten auf dem Weg: Streiten, nicht helfen, nicht teilen, lügen.
Da wurde uns das mit dem „Weg ebnen“ plötzlich klar: Johannes meint damit, dass wir all diese Dinge, die das Miteinander stören, vor allem im Advent sein lassen sollen. Wir sollen andere nicht ärgern und wenn es doch passiert, uns wieder schnell versöhnen. Der erste Stolperstein verschwand. Wir sollen anderen Mitmenschen helfen und vielleicht auch Situationen erkennen, in denen andere Menschen Hilfe brauchen und ohne, dass wir gefragt werden, helfen. Der Stolperstein „nicht helfen“ wurde weggestellt. Wir sollen mit anderen Mitmenschen das, was wir haben, teilen. Das macht andere Menschen glücklich und den Geber auch. Der dritte Stolperstein verschwand. Und lügen soll man ja auch nicht. Auch die kleinen Notlügen, die uns den Alltag vielleicht leichter machen, gehören nicht in den Advent. Der letzte Stolperstein verschwand vom Weg. 
Der Weg zur Krippe, der Weg für Jesus ist frei; ist geebnet worden.
Im Anschluss an diese Auslegung durch Herrn Pfarrer Heuer gab es noch eine Wunschaktion: jeder durfte einen Wunsch für eine andere Person aufschreiben. Alle Wünsche wurden eingesammelt und als die Schüler und Schülerinnen die Kirche wieder verließen, durften sie sich alle einen Wunsch aus den Körben ziehen.
Mit vielen guten Wünschen in der Hand zogen die Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule und in den Alltag zurück.
Gestaltet wurde der Gottesdienst durch das Vorbereitungsteam bestehend aus Frau Eikel, Herrn Heuer und Frau Cleff, in Zusammenarbeit mit Herrn Pfarrer Aufenanger der St. Elisabeth-Gemeinde. Für die Gitarrenmusik und den „Anstimmchor“ war Herr Badouin verantwortlich. Die Stolpersteine gestaltete der ev. Reli-Kurs 9a und die Fürbitten verfassten Schüler und Schülerinnen der Stufe 5 und Q1. 
Wir danken allen, die diesen Gottesdienst mitgestaltet haben und ihn zu einem so gelungenen Ereignis am Ende des Jahres haben werden lassen!
(Text: Madrisa Cleff, Fotos: Meike Freund)