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Zu Gast bei Freunden – Frankreich-Austausch 2019

Großbritannien stolpert mit einer Abstimmung nach der anderen wahrscheinlich aus der EU und die europäische Gemeinschaft insgesamt scheint zu bröckeln: Das Albrecht-Dürer-Gymnasium setzt sich mit seinem im letzten Jahr initiierten Frankreich-Austausch gegen diesen Zeitgeist ein und fördert engen Austausch über Staatsgrenzen hinweg. In diesem Jahr geht der Austausch in die zweite Runde: Nach dem Besuch der AD-Schüler Ende Februar am Collège Marcel Pagnol in Toulon, sind nun 19 junge Franzosen in Hagen zu Besuch.

Der Wechsel aus der sonnigen Küstenstadt Toulon nach Hagen ist für die französischen Jugendlichen ein willkommener Kontrast. „Die Stadt gefällt mir bisher sehr gut. In Toulon lebe ich in einer kleinen Wohnung, hier wohne ich in einem großen Haus mit zwei Etagen“, sagt die 12-jährige Clara Rybak. Nicht nur von ihren Gastfamilien sind die Schüler begeistert: „Die Schule ist sehr schön! Im Musikraum gibt es viel mehr Instrumente, wir haben in Toulon nur ein Keyboard. Auch die Tische und Stühle sind so sauber hier“, berichtet Ayoub Ajrout.  

Diese Einblicke in den Unterricht und die Schule sind erst der Anfang von dem, was die Franzosen während ihres achttägigen Aufenthaltes noch erwartet: Es sind zahlreiche Ausflüge in Hagen und Umgebung vorgesehen. Dabei steht kulturelle Bildung im Karl-Ernst-Osthausmuseum und dem Dortmunder Fußballmuseum auf dem Programm, ein Besuch des Kölner Doms und ein Bowlingabend sind ebenfalls geplant.

Untergebracht sind die französischen Schüler währenddessen in den Familien ihrer Austauschpartner, die sie bereits in Toulon zu Gast hatten. Neben den Aktivitäten am Nachmittag führt ihnen besonders die Zeit dort kulturelle Unterschiede wie Gemeinsamkeiten vor Augen. Matéo Burgers zum Beispiel ist zum ersten Mal in Deutschland und hat verwundert festgestellt, wie umfangreich in Deutschland gefrühstückt wird: „In meiner Gastfamilie gibt es morgens Brot mit Käse oder Marmelade.“ Durch diese Erfahrungen können die Schüler ihren Horizont erweitern, Ressentiments abbauen und nachhaltige Beziehungen ins wichtige europäische Nachbarland knüpfen.

Möglich wird das durch Französischlehrer Mathias Soost, der das Projekt vor einem Jahr ins Leben gerufen hat: „Ich sehe den Austausch als einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. Wir wollen keine Mauern gegen unsere Nachbarländer errichten, sondern unsere Schüler zu Diplomatie und Weltoffenheit anregen.“

Daneben zeige der Austausch, wie nützlich das Beherrschen einer Fremdsprache sein kann und motiviere die Schüler.

Sich ohne Angst vor Fehlern in der fremden Sprache verständigen – dazu soll die Zeit im anderen Land inspirieren: ob auf Deutsch, Französisch oder mit Händen und Füßen. Aus diesem Grund entwickeln die Schüler während ihres Aufenthalts Poetry-Slam-Texte zum Thema „Heimat“, die sie am Ende präsentieren. Heimat – ein großer Begriff, den die AD-Schüler wahrscheinlich anders beschreiben als es ihre französischen Austauschpartner tun. Die jeweils andere Realität von Heimat können die insgesamt 38 Schüler durch ihre Teilnahme am Austausch kennenlernen und tief eintauchen in die Kultur eines Landes, das geografisch nah und doch so anders ist.