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Helene Fischer als Taktgeber bei der Laienreanimation

Hagen. (AD) „Es ist wichtig, möglichst früh möglich richtig zu helfen“, erklärt Katharina Jacobs den Achtklässlern des Albrecht-Dürer-Gymnasiums eindringlich, „wir wollen euch heute mutig machen.“ Zusammen mit Dr. Kirsten Heisler führt sie in der schuleigenen Sporthalle den Workshop „Leben retten kann jeder“ durch, der die Reanimation von Bewusstlosen mit Atemstillstand zum Thema hat. „Wenn wir vor Ort ankommen, sollte schon einer mit der Hilfe angefangen haben. Und zwar mehr, als dem Betroffenen nur einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet zu haben“, ergänzt Dr. Heisler, die ebenso wie Jacobs in Hagen in Notarztwagen unterwegs ist, um die AG „Leben retten“ vom Allgemeinen Krankenhaus zu erläutern. Die Bereitschaft zur Laienreanimation in Deutschland solle merklich verbessert werden.

Eine Bewusstlosigkeit mit Kreislaufstillstand kann durch z.B. eine Vergiftung, einen Hitzeschlag oder nach einem Badeunfall jeden treffen, das wird den AD-Schülern schnell bewusst. In Deutschland wird aber zurzeit statistisch nur einem von zehn Hilfebedürftigen adäquat geholfen, in Skandinavien sind es sechs bis sieben. Dabei können Menschen nach einem Atemstillstand höchstens drei Minuten ohne Hilfe bleiben, bis sie Schäden davontragen. Da ein Notarztwagen in Hagen, besetzt mit Fachkräften wie Dr. Heisler und Jacobs, je nach Unfallort acht Minuten bis zum Eintreffen benötigt, wird ersichtlich, wie wichtig die Hilfe von Laien vor Ort ist. „180 Personen sterben täglich im ganzen Land, da nicht rechtzeitig geholfen wird“, betont Jacobs. Die Initiative des Allgemeinen Krankenhauses, die sich neben Schul- und Firmengruppen auch an Jedermann richtet (Anmeldungen unter Tel. 02331 2012001), möchte hier entgegenwirken.

In der Sporthalle des Albrecht-Dürer-Gymnasiums werden immer wieder die Schlagworte Prüfen, Rufen und Drücken wiederholt: Nach der Prüfung des Bewusstseins und der Atmung des Verunfallten, so wird eingeschärft, muss zuerst der Notarzt gerufen und vehement weitere Hilfe von Passanten eingefordert werden. Im Anschluss ist mit der Druckmassage zu beginnen. Diese soll ungefähr eine Tiefe von fünf Zentimetern erreichen und 100 Mal pro Minute durchgeführt werden. In der Stresssituation könne dabei Helene Fischers Schlager „Atemlos“ als Taktgeber dienen. Auf eine Beatmung wird bei der Schulung mittlerweile verzichtet, da die Betroffenen mit der Sauerstoffreserve im Körper die acht Minuten aushalten würden, bis der in dieser Zeit eingetroffene Notarzt vor Ort die Versorgung übernehmen kann.

 

„Die heilen hinterher schon wieder“, stellt Dr. Heisler eventuell durch das tiefe Drücken gebrochene Rippen als bessere Alternative zu dem drohenden Tod bei ausbleibender Hilfe dar. Die Achtklässler des Albrecht-Dürer-Gymnasiums sind nun auf jeden Fall zur Ersthilfe ermutigt und zudem zertifizierte Kenner  der Laienreanimation.